Webdesignerin

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Dipl. Wi. Infrom. Susanne Wollatz

AMP (Accelerated Mobile Pages)

Accelerated Mobile Pages (AMP) sind speziell entwickelte, stark optimierte Webseiten, die auf mobilen Geräten besonders schnell geladen werden. Ziel ist es, Nutzern auf Smartphones oder Tablets Inhalte ohne Wartezeit bereitzustellen – vor allem bei Artikeln, Blogs oder News-Seiten.

AMP wurde ursprünglich von Google entwickelt, um mobile Ladezeiten zu verbessern. Dazu wird der HTML-Code einer Seite stark vereinfacht und bestimmte Elemente wie JavaScript oder CSS nur eingeschränkt verwendet. So kann eine Seite extrem schnell geladen und direkt aus dem Cache von Google ausgeliefert werden.

Die AMP-Technologie basiert auf drei Hauptkomponenten:

  • AMP HTML: Eine reduzierte Variante des herkömmlichen HTML, die bestimmte Regeln und Einschränkungen enthält, um eine schnelle Darstellung zu gewährleisten.
  • AMP JS: Eine JavaScript-Bibliothek, die das Laden der Seite beschleunigt, indem sie Skripte optimiert und das Rendering priorisiert.
  • AMP Cache: Ein Content Delivery Network (CDN), das AMP-Seiten zwischenspeichert und direkt von Google-Servern ausliefert.

Der Vorteil von AMP liegt klar in der Geschwindigkeit. Gerade bei Nachrichtenportalen oder Blogs kann eine schnell ladende Seite dafür sorgen, dass Nutzer länger bleiben und die Absprungrate sinkt.

Es gibt aber auch Kritik: AMP-Seiten sind technisch eingeschränkt, bieten weniger Gestaltungsspielraum und sind in gewisser Weise von Google abhängig. Zudem ist AMP heute weniger relevant als früher, da moderne Techniken wie Lazy Loading, responsive Bilder und serverseitiges Caching ähnliche oder bessere Ladezeiten erreichen – ohne die Einschränkungen von AMP.

Viele Websites setzen heute aber lieber auf moderne Performance-Optimierungen statt auf AMP, um mehr Kontrolle über Design und Tracking zu behalten.